Prozessmoderation und Organisationsberatung

Wie gestalten wir mit Vielfalt ein Miteinander, in dem Unterschiede Platz haben?

Ich bin Julian Jott Knop. Für Verwaltung, Politik, NGOs, Bildungsträger und soziale Unternehmen begleite ich Beteiligungsprozesse und Leitbildarbeit sowie den Umgang mit Konflikten. Dazu moderiere ich Veranstaltungen und gestalte Bildungsangebote.

Julian Jott Knop mit Headset und Moderationsunterlagen bei einer Veranstaltung.

Was wollen wir gemeinsam angehen?

Beraten, begleiten und weiterkommen

Ein Leitbild entwickeln, Beteiligung in der Organisation verankern oder Konflikte im Team bearbeiten. Ich begleite Teams und Leitungen bei solchen Vorhaben und bei der Weiterentwicklung bestehender Strukturen mit Blick darauf, wer Zugang hat und mitentscheiden kann. In längeren Prozessen nutze ich Gespräche und qualitative Befragungen, um unterschiedliche Erfahrungen sichtbar zu machen. Dabei achte ich besonders auf Perspektiven, die in bestehenden Strukturen wenig Gehör finden.

Ein Vorhaben besprechen

Moderieren und navigieren

Ihr möchtet eine Veranstaltung gestalten oder gemeinsam Entscheidungen vorbereiten? Ich moderiere den Austausch, von Teamprozessen bis zur Konferenz, und gebe unterschiedlichen Perspektiven Raum.

Besonders gern arbeite ich mit Barcamp und Open Space (offene Veranstaltungsformate, in denen die Teilnehmenden ihre Themen selbst einbringen und den Austausch mitgestalten). Emotionen haben in meinen Moderationen einen produktiven Platz.

Eine Moderation anfragen

Workshops und Fortbildungen

Ihr möchtet euch mit Diversität, Antidiskriminierung oder Demokratie auseinandersetzen und Handlungsmöglichkeiten für euren Alltag entwickeln? Dafür gestalte ich Workshops und Fortbildungen. Schwerpunkte sind Klassismus (Diskriminierung aufgrund sozialer Herkunft oder sozialer Position), Be_Hinderung (die Schreibweise betont, dass Menschen auch durch gesellschaftliche Barrieren behindert werden), Queerness (Lebensweisen und Perspektiven jenseits vorherrschender Normen zu Geschlecht und Sexualität) und Partizipation (Beteiligung an Entscheidungen, die das eigene Leben oder die gemeinsame Arbeit betreffen).

Ich arbeite auch mit Menschen, die selbst Seminare gestalten und spielerische und körperliche Zugänge zu ihren Inhalten suchen.

Ein Training anfragen

Bildungsangebote konzipieren

Ihr habt ein Thema und sucht ein passendes Bildungsangebot? Ich entwickle Konzepte für Seminare, Veranstaltungen und Beteiligungsformate. Dabei gestalte ich den Ablauf und wähle Methoden, die komplexe Themen greifbar machen.

Ein Bildungsangebot entwickeln

Publikationen und Bildungsmaterialien

Ich schreibe zu Klassismus und Demokratiepädagogik und habe den Sammelband „Klassenfahrt“ mit herausgegeben.

Ihr braucht Materialien für eure Bildungsarbeit? Ich entwickle auch Open Educational Resources (offen lizenzierte Bildungsmaterialien, die im Rahmen ihrer jeweiligen Lizenz genutzt und weiterbearbeitet werden können).

Aus meiner Arbeit

Gute Kitas leben Kinderrechte

Prozessbegleitung für die fünf Berliner Kita-Eigenbetriebe und die Fachschule proInklusio

Wie werden Kinderrechte im Kita-Alltag verankert? Ich begleite dazu den Beteiligungsprozess der fünf Berliner Kita-Eigenbetriebe.

Der Beteiligungsprozess läuft seit zwei Jahren und bezieht alle Kitas der fünf Berliner Eigenbetriebe ein; bislang haben zwei gemeinsame Konferenzen stattgefunden, und jede Kita arbeitet inzwischen mit dem Kinderrechte-Ordner.

Einblick in die Prozessbegleitung
  • Moderation und Beratung der gemeinsamen Steuergruppe.
  • Konzeption und Begleitung des mehrjährigen Prozesses sowie der Auftakt- und Zwischenkonferenz.
  • Beratung zu Partizipation, Bildungsmaterialien und der Kommunikation mit Leitungen und Beschäftigtenvertretungen.

Ein Leitbild für das Center for Literature

Center for Literature Burg Hülshoff

Am Center for Literature an der Burg Hülshoff habe ich einen partizipativen Leitbildprozess mitgestaltet. Mitarbeitende aus unterschiedlichen Arbeitsbereichen brachten ihre Perspektiven ein.

Aus dem gemeinsamen Prozess ist ein veröffentlichtes Leitbild entstanden, das jährlich überprüft wird.

Einblick in die Leitbildarbeit
  • Konzeption und Auswertung qualitativer Interviews und Mitarbeitendenbefragungen.
  • Durchführung gemeinsamer Workshops mit Blick auf unterschiedliche Hierarchien und Vorerfahrungen.
  • Beratung der Leitung im Verlauf des Prozesses.

Zusammenarbeit und Entwicklung bei Kindergärten City begleiten

Kindergärten City

Wie lassen sich Erfahrungen aus den Standorten für die weitere Entwicklung nutzen? Bei Kindergärten City begleitete ich Workshops zu Standortkonferenzen und die Entwicklung der Akademie. Mit der Bereichsleitung und dem Akademieteam arbeitete ich an Fragen der Zusammenarbeit und begleitete die Bearbeitung von Konflikten.

Es entstanden Standortbewertungen für alle Standorte von Kindergärten City und neue Grundsätze für die Arbeit der Akademie.

Einblick in die Organisationsbegleitung
  • Gestaltung und Begleitung mehrerer Workshops sowie eines fünftägigen Sprints, einer konzentrierten gemeinsamen Arbeitsphase.
  • Teamentwicklung und Konfliktbegleitung mit der Bereichsleitung und dem Akademieteam.

Mit youpaN Bildungspolitik mitgestalten

Stiftung Bildung · gefördert durch das damalige Bundesministerium für Bildung und Forschung

Wie wird aus Jugendbeteiligung eine Struktur, in der junge Menschen ihre Anliegen einbringen können? Bei der Stiftung Bildung habe ich das bundesweite Jugendforum youpaN mit aufgebaut und seine pädagogische Konzeption und Begleitung verantwortet. Ich unterstützte die Jugendlichen dabei, eigene Positionen zu entwickeln und sich im Austausch mit Politik und weiteren beteiligten Organisationen zurechtzufinden.

Das 25-köpfige Jugendforum wirkte an der Umsetzung des Nationalen Aktionsplans Bildung für nachhaltige Entwicklung mit. Außerdem konzipierte und organisierte ich drei Jugendkonferenzen mit jeweils mehr als 150 Teilnehmenden.

Einblick in Aufbau und Begleitung
  • Entwicklung und Umsetzung des Beteiligungskonzepts sowie Begleitung der Jugendlichen durch Entwicklungsgespräche und Konfliktklärung.
  • Verständliche Aufbereitung politischer Themen und Gremienstrukturen; Unterstützung bei politischen Stellungnahmen und beim Aufbau von Kontakten.
  • Gewinnung und pädagogische Anleitung der Konferenzteams sowie Zusammenarbeit mit dem Ministerium und weiteren Projektpartner*innen.

Trainings für Diversität und Anti-Diskriminierung

Deutsche Kinder- und Jugendstiftung

Seit mehreren Jahren gestalte ich für neue Mitarbeitende der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung ein verpflichtendes Einstiegstraining zu Diversität und Anti-Diskriminierung. Im Mittelpunkt stehen Handlungsmöglichkeiten für den Arbeitsalltag.

In der Evaluation berichten die Teilnehmenden von hoher Zufriedenheit und mehr Sicherheit beim Ansprechen von Themen und Konflikten; eine jährliche Erhebung bildet die Grundlage für die Weiterentwicklung der Arbeit in der Organisation.

Einblick in die Trainings
  • Zwei Online-Seminare pro Durchgang in kleinen Gruppen, gemeinsam mit einer Mitarbeiterin der Stiftung.
  • Biografische Arbeit, historisches Wissen und konkrete Beispiele als Zugänge zum Thema.
  • Eine feste Konzeption, angepasst an die Fragen und Erfahrungen der jeweiligen Gruppe; Raum für offene Auseinandersetzung, ohne Teilnehmende bloßzustellen.

Train the Trainer zu politischer Bildung und Spiel

Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten

Für den Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten habe ich ein viertägiges Seminar konzipiert und durchgeführt: Wie können Spiele in der politischen Bildung eingesetzt werden?

Die Teilnehmenden haben eigene Spiele entwickelt; eine Fortsetzung des Workshops ist in Planung.

Einblick in das Seminar
  • Auseinandersetzung mit Spiel und Lernen, den Unterschieden zu Gamification sowie Gesellschaftsbildern und Diskriminierung in Spielen.
  • Begleitung und gemeinsame Auswertung eines LARP, also eines Live-Rollenspiels.
  • Ideenprozess für eigene Projekte und Gestaltung einer kleinen Lernbroschüre.

Teilhabe statt Techniktraining

Studienprojekt im Master System Design an der HTW Berlin · in Zusammenarbeit mit HumanIQ

Was brauchen ältere Menschen, um KI selbstbestimmt zu erkunden? Gemeinsam mit zwei Mitstudierenden gestaltete ich sechs Praxislabs mit Senior*innen. Ihre Interessen und Erfahrungen bestimmten, was wir gemeinsam ausprobierten. Dabei untersuchten wir, welche Hürden entstehen und welche Unterstützung hilfreich ist.

Im Verlauf verschob sich unser Blick von der Technikvermittlung zu den Bedingungen gesellschaftlicher Teilhabe. Aus der Auswertung und einem anschließenden System-Design-Prozess entstand ein Konzept für generationenübergreifendes Lernen zwischen Schulen und Senior*innenheimen.

Einblick in Forschung und Gestaltung
  • Forschendes Arbeiten mit den Senior*innen: Erfahrungen aus dem gemeinsamen Ausprobieren flossen in die weiteren Treffen ein.
  • Qualitative Auswertung und Untersuchung von Zusammenhängen, etwa zwischen technischen Zugangshürden, Unterstützungsbedarf und Selbstständigkeit.
  • Suche nach Ansatzpunkten für Veränderung und Entwicklung eines Interventionskonzepts. Eine Gigamap, eine visuelle Landkarte der untersuchten Zusammenhänge, dokumentiert den Prozess.

Etwas zum Mitnehmen.

Ihr möchtet Veranstaltungen inklusiver gestalten oder euch mit Klassismus in der Bildung beschäftigen? Hier findet ihr Materialien aus meiner Arbeit zum Lesen und Anwenden.

Material entdecken

Mit unterschiedlichen Perspektiven arbeiten

Julian Jott Knop befestigt eine gezeichnete Karte an einer Pinnwand.Julian Jott Knop bei der Moderation auf einer Bühne.Julian Jott Knop im Gespräch mit einer weiteren Person auf einer Bühne.

Wer beteiligt ist, bringt Wissen und Erfahrungen mit. Darauf baue ich auf. Ich frage danach, welche Perspektiven fehlen, wer Verantwortung übernehmen kann und wie Entscheidungen zustande kommen.

Diversität und Antidiskriminierung betreffen für mich die Bedingungen der gemeinsamen Arbeit. Wer kann an einem Seminar teilnehmen? Wessen Wissen zählt? Welche Regeln öffnen Zugänge, welche erschweren sie?

Konflikte gehören für mich zu Veränderung. Ich begleite die Auseinandersetzung und gestalte mit den Beteiligten den Arbeitsprozess.

Forschung zu meinen Arbeits- und Trainingsthemen gibt mir Anregungen, die ich im jeweiligen Kontext kritisch prüfe. Durch Weiterbildung, fachlichen Austausch und Supervision reflektiere und entwickle ich meine Arbeit weiter.

Ich arbeite seit 2011 freiberuflich in der Bildungs- und Organisationsberatung. 2015 gründete ich mit anderen das Bildungskollektiv stuhlkreis revolte.

Begonnen habe ich in der Jugendbeteiligung und über viele Jahre Erfahrung in der pädagogischen Leitung gesammelt. Heute arbeite ich mit Kulturinstitutionen, NGOs, Verwaltung und Politik. Meine Schwerpunkte sind Diversität, Demokratie und systemische Organisationsentwicklung.

Mein fachlicher Hintergrund

Studium

Weiterbildungen (Auszug)

  • Mediation

    Konfliktgespräche begleite ich so, dass unterschiedliche Bedürfnisse sichtbar werden und die Beteiligten eigene Lösungen entwickeln können.

  • Betzavta

    Durch gemeinsame Erfahrungen mache ich demokratische Entscheidungsfindung erlebbar und frage danach, wie das gleiche Recht aller auf freie Entfaltung praktisch werden kann.

  • Anti-Bias

    Die Auseinandersetzung mit eigenen Vorurteilen und gesellschaftlichen Machtverhältnissen schärft meinen Blick für Diskriminierung in der Bildungsarbeit.

  • Social Justice

    Ich betrachte, wie unterschiedliche Formen von Diskriminierung zusammenwirken und welche Veränderungen gerechtere Teilhabe ermöglichen können.

  • Fachkraft Rechtsextremismus

    Die Weiterbildung hat mein Wissen über rechtsextreme und menschenverachtende Positionen vertieft und mein Handlungsrepertoire für die pädagogische Praxis erweitert.

  • Moderation für Kinder- und Jugendbeteiligungsprozesse

    Hier habe ich gelernt, Beteiligungsprozesse von der ersten Idee bis zur Umsetzung so zu begleiten, dass Kinder und Jugendliche Entscheidungen mitgestalten können.

  • Digitale Jugendbeteiligung

    Digitale Beteiligung gestalte ich mit Blick darauf, wie junge Menschen Zugang finden und mit ihren Anliegen tatsächlich Einfluss nehmen können.

Veröffentlichungen (Auszug)

Klassenfahrt
63 persönliche Geschichten zu Klassismus und feinen Unterschieden. Gemeinsam mit Krischan Macioszek herausgegeben, edition assemblage.

Kommt mit!
Beispiele für Demokratiepädagogik in der Digitalität. Gemeinsam mit R. Bendig, Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik.

Mit mir ins Gespräch kommen

Smalltalk fällt mir als neurodivergentem Menschen oft schwer. Auf „Wie geht’s dir?“ bekommt ihr deshalb eine ehrliche Antwort. Wenn ihr mit mir ins Gespräch kommen möchtet, fragt mich gern nach feministischer Science-Fiction, besonders nach den Utopien von Becky Chambers oder den Dystopien von Octavia Butler.

Kajak und Wildwasserkajak bringen Action und Spaß in mein Leben. Tango Argentino lerne ich gerade. Auch darüber komme ich gern mit euch ins Gespräch.

Wie ich gut arbeite

In meiner Bildungsarbeit und Prozessbegleitung arbeite ich aufmerksam und verbindlich mit den Beteiligten. Kommunikation und administrative Aufgaben vor und nach einem Auftrag können für mich aufgrund von Neurodivergenz und Krankheit dagegen hohe Hürden haben. Klare Absprachen und gelegentliche Unterstützung helfen mir, diese Aufgaben gut zu bewältigen.

Kontakt und Absprachen

Telefonate und Videokonferenzen sind meine bevorzugten Wege, um Anliegen zu besprechen. Meine Telefonnummer findet ihr in der automatischen Antwort auf eure E-Mail.

Bitte bündelt wichtige Informationen in möglichst wenigen Nachrichten. Falls ihr auf eine Antwort wartet oder etwas dringend ist, fragt gern erneut nach oder ruft mich an. Bei längeren Projekten helfen feste Gesprächstermine und möglichst konstante Ansprechpersonen.

Anrede

Bitte verwendet meinen Namen und verzichtet auf gegenderte Anreden wie „Herr“. Gebt diesen Hinweis auch an weitere Projektbeteiligte, die Verwaltung und gegebenenfalls die Tagungsunterkunft weiter.

Gemeinsame Verantwortung

Ich behalte mir vor, Veranstaltungen nicht zu begleiten, wenn die Sprecher*innen überwiegend Männer sind oder meine Präsenz die einzige Repräsentation marginalisierter Positionen darstellt. Diese Fragen möchte ich frühzeitig mit euch besprechen.

Honorar

Bitte nennt euer verfügbares Budget möglichst schon bei der Anfrage. Meine Regelhonorare für NGOs, Bildungsträger und Verwaltungen liegen in folgenden Bereichen, jeweils zuzüglich Umsatzsteuer:

Ganztägige Veranstaltungen über sechs Stunden
800–1500 Euro
Halbtägige Veranstaltungen von drei bis sechs Stunden
500–1000 Euro
Stundensatz
80–160 Euro

Für Unternehmen können höhere Honorare gelten. Für manche Strukturen arbeite ich auch zu einem geringeren Honorar. Sprecht offen an, was ihr leisten könnt.

Digitale Angebote, Verträge und Rechnungen erleichtern mir die Abwicklung. Bei diesen Aufgaben kann es zu Verzögerungen kommen. Wenn ihr Unterlagen bis zu einem bestimmten Termin braucht, vereinbart die Frist mit mir und erinnert mich gern daran.

Lasst uns über euer Vorhaben sprechen.

Ihr plant eine Veranstaltung, wollt ein Bildungsangebot entwickeln oder sucht Begleitung für eure Organisation? Schreibt mir, worum es geht. Ein paar Sätze zu eurem Anliegen helfen beim Einstieg. Wenn ihr schon einen Termin oder Budgetrahmen kennt, schreibt ihn gern dazu. Eine erste Anfrage ist auch möglich, wenn beides noch offen ist.

Damit wir gut zusammenfinden: Schaut gern vor eurer Anfrage auf meine Honorare und darauf, wie ich gut arbeite.

Telefonate und Videokonferenzen sind meine bevorzugten Wege, um euer Anliegen zu besprechen. Meine Telefonnummer steht in der automatischen Antwort auf eure E-Mail.

Julian Jott Knop · Berlin